Wir haben bereits darüber berichtet, dass Paradiso auf Besuch im Henglihang ist.
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Futtersuche im Schnee
Die ganze Nacht und den ganzen Vormittag hat es heute geregnet. Ab Mittag wurden die Regentropfen dann langsam zu Schneeflocken und mittlerweile ist der Henglihang mit einer feinen weissen Schicht Schnee überzogen. Wildi ist heute Vormittag ein zweites Mal geflogen. Er ist im Gras ein kleines Stück unterhalb einer Felswand gelandet und dann bis zum Fels wieder hinauf gelaufen. Dort hat er den restlichen Nachmittag im Schneegestöber ausgeharrt. Auch Paradiso und ein wildgeschlüpfter Bartgeier flogen heute wieder am Hang und landeten in der Nische und suchten dort Futter von den letzten Tagen (siehe Video). Da Wildi nun nicht mehr in der Auswilderungsnische unterwegs ist, legen wir das neue Futter am Hang verteilt aus, damit er lernt sein Futter selbständig zu suchen. Der 2024 ausgewilderte Paradiso hat mittlerweile bei der Futtersuche schon deutlich mehr Übung als Wildi. Obwohl das Futter durch den Schnee wieder verdeckt wurde flog Paradiso sehr zielstrebig zum heute morgen ausgelegten Futter und schluckte ein paar Stücke. Bartgeier haben einen ausgeprägten Sehsinn, denn das Auflösungsvermögen ihrer Netzhaut ist drei bis vier Mal grösser als beim Menschen. So können sie kleine Objekte wie zum Beispiel Mäuse aus mehr als zwei Kilometer Distanz erkennen. Ausserdem haben Greifvögel, wie der Bartgeier, zwei Sehgruben, eine ist nach vorne gerichtet und eine seitwärts. Dadurch können sie nicht nur zur Seite schauen, sondern wie wir Menschen, auch nach vorne. Dadurch ist ihre räumliche Wahrnehmung erheblich erweitert. So überrascht es dann doch nicht, dass Paradiso bald nach seiner Ankunft am Hang zielstrebig beim ausgelegten Futter landete.