Das Brutgeschäft läuft auf Hochtouren

Die Fortpflanzungssaison beginnt bei Bartgeiern früh im Jahr. In den rund 40 Zoos und fünf spezialisierten Zuchtstationen, die das Netzwerk des internationalen Zuchtprogramms für Bartgeier bilden, sind bereits 20 Küken geschlüpft. Diese erfreuliche Zahl bedeutet, dass es voraussichtlich genügend Jungtiere gibt, um auch in der Schweiz wieder Bartgeier auswildern zu können.

Der Schlupf der Küken beginnt nach einer Brutzeit von rund 54 Tagen. Das Küken bricht eine kleine Öffnung auf und bearbeitet dann das Ei so lange, bis dieses schliesslich ganz aufbricht. Der anstrengende Prozess, bei dem die Eltern manchmal etwas mithelfen, kann bis zu zwei Tagen dauern. .

Werden die Eier im Brutschrank ausgebrütet, sind es die Tierpfleger, die zuweilen Schlupfhilfe leisten müssen. Die Bildserie aus dem spanischen Zuchtzentrum Vallcalent veranschaulicht einen solchen Fall. Das Küken lag verkehrt im Ei und schaffte es nicht, aus dieser Position die Schale aufzubrechen.

Bevor das Küken erschöpft aufgeben musste, haben die erfahrenen Betreuer eingegriffen. Beim Ablösen der Schale muss sehr behutsam vorgegangen werden, da das empfindliche Küken leicht verletzt werden kann. Schon ein paar Tage später haben die Adoptiveltern die weitere Aufzucht übernommen und versorgen das Junge seither bestens.

Auch das Bartgeier Paar Hans und Mascha aus dem Natur- und Tierpark Goldau zieht dieses Jahr wieder ein Jungtier auf. Dies kann man via Webcam live mitverfolgen: Webcam Natur- und Tierpark Goldau>>

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