Das Brutgeschäft läuft auf Hochtouren

Die Fortpflanzungssaison beginnt bei Bartgeiern früh im Jahr. In den rund 40 Zoos und fünf spezialisierten Zuchtstationen, die das Netzwerk des internationalen Zuchtprogramms für Bartgeier bilden, sind bereits 20 Küken geschlüpft. Diese erfreuliche Zahl bedeutet, dass es voraussichtlich genügend Jungtiere gibt, um auch in der Schweiz wieder Bartgeier auswildern zu können.

Der Schlupf der Küken beginnt nach einer Brutzeit von rund 54 Tagen. Das Küken bricht eine kleine Öffnung auf und bearbeitet dann das Ei so lange, bis dieses schliesslich ganz aufbricht. Der anstrengende Prozess, bei dem die Eltern manchmal etwas mithelfen, kann bis zu zwei Tagen dauern. .

Werden die Eier im Brutschrank ausgebrütet, sind es die Tierpfleger, die zuweilen Schlupfhilfe leisten müssen. Die Bildserie aus dem spanischen Zuchtzentrum Vallcalent veranschaulicht einen solchen Fall. Das Küken lag verkehrt im Ei und schaffte es nicht, aus dieser Position die Schale aufzubrechen.

Bevor das Küken erschöpft aufgeben musste, haben die erfahrenen Betreuer eingegriffen. Beim Ablösen der Schale muss sehr behutsam vorgegangen werden, da das empfindliche Küken leicht verletzt werden kann. Schon ein paar Tage später haben die Adoptiveltern die weitere Aufzucht übernommen und versorgen das Junge seither bestens.

Auch das Bartgeier Paar Hans und Mascha aus dem Natur- und Tierpark Goldau zieht dieses Jahr wieder ein Jungtier auf. Dies kann man via Webcam live mitverfolgen: Webcam Natur- und Tierpark Goldau>>

Aktuellste Beiträge

  • Die Rückkehr von Lepontino II
    Lepontino II ist ein Junggeier, der 2025 im Tessin ausgeflogen ist. Anfangs April 2026 hat eine Anwohnerin den jungen Bartgeier im Kanton Glarus gesch...
  • Göttis und Gotten gesucht
    Werden Sie Götti oder Gotte von Lepontino II und unterstützen Sie damit die Überwachung dieses Bartgeiers nach dessen Rückkehr in die freie Wildbahn.L...
  • Brutpaar Tessin identifiziert
    Jahrelang galt der männliche Bartgeier Herculis als verschollen. Dank unsere Überwachung und der genetischen Analyse aufgefundener Federn konnten wir ...
  • Wildi erkundet die Schweiz
    Bereits seit Mitte Juli sucht sich der junge Wildi eigenständig sein Futter und ist nicht mehr von unserer Fütterung abhängig. Dabei weitet er seine S...
  • Wildi wird wild
    Über zwei Monate sind seit der Auswilderung der beiden Junggeier Joschi und Wildi vergangen. Seither ist viel passiert. Dabei mussten wir mit dem Verl...
  • Lesen Sie unseren Jahresbericht
    Die Entwicklung der letzten Jahre stimmt zuversichtlich. In der Schweiz bestehen heute 35 erfolgreiche Brutterritorien. Seit den ersten Wildbruten im ...
  • Zweite erfolgreiche St. Galler Brut
    Im Kanton St.Gallen gibt es erneut Grund zur Freude: Zum zweiten Mal hat das Bartgeierpaar im Taminatal erfolgreich gebrütet. Der Jungvogel ist mittle...
  • Bartgeier zählen am 10. Okt. 2026
    Jedes Jahr im Herbst führen wir gemeinsam mit unseren Partnern aus den benachbarten Alpenländer eine Bartgeierzählung durch. Dazu sind wir auf die Hil...