Über Fredueli gibt es immer wieder Neues zu berichten. In den vergangenen Jahren besuchte er regelmässig den Auswilderungsplatz in der Melchsee-Frutt, und wir konnten Jahr für Jahr miterleben, wie er erwachsen wurde.
Bald Nachwuchs im Wallis?
Ende 2023, mit fünf Jahren, zog Fredueli ins Wallis, wo er sich mit einer Partnerin nahe der italienischen Grenze niederlies. Im Januar 2025 stellten wir dann erstmals eine Eiablage des Weibchens fest. Leider scheiterte diese erste Brut. Möglicherweise haben die Auseinandersetzungen mit Steinadlern, die wir beobachten, zu stark gestört.
Zum Glück arrangieren sich Bartgeier mit der Zeit meist gut mit den ansässigen Steinadlern. So hat das Paar auch dieses Jahr wieder mit Brüten begonnen, und wir hoffen, dass es dieses Jahr mit Nachwuchs klappt.
Fredueli nun ohne Sender unterwegs
Leider können wir Fredueli nun nicht mehr über den GPS Sender verfolgen. Bei einem seiner Ausflüge nach Frankreich, stellten wir fest, dass der Sender nur noch Daten von einem Ort liefert. Unsere Kollegen von Asters, einer Naturschutzorganisation in den Hochsavoyen in Frankreich, rückten sofort aus, um vor Ort zu suchen. Glücklicherweise fanden sie nur den abgefallenen GPS-Sender (siehe Bildergalerie). Dies gibt uns Gewissheit, dass Fredueli nichts passiert ist.
Wir erwarten, dass ein Sender mindestens drei bis fünf Jahre funktioniert. Freduelis Sender informierte uns über acht Jahre täglich über seinen Aufenthaltsort und lieferte spannende Einblicke, wie sich der Bewegungsradius eines Bartgeiers in den ersten Lebensjahren verändert.