Das grosse Unwetter
Gestern Abend war etwas Regen angekündigt. Als das Gewitter begann, beobachteten wir das Schauspiel mit Faszination aus der Sicherheit unserer trockenen und komfortablen Container. Besonders im Gebirge kann das Wetter lokal sehr unterschiedlich sein und es kann schnell zu Wetterumschwüngen kommen.
Der Regen und Hagel wurden wieder erwarten immer heftiger – und das während gut einer Stunde. Der kleine Bergbach am Talboden, der in der letzten Woche fast ausgetrocknet war, schwoll innerhalb kürzester Zeit zu einem reissenden, braunen Sturzbach an. Ausserdem bildeten sich weitere Bäche und der Wanderweg wurde geflutet.
Wildi war im Verlauf des Nachmittags in ein Gebiet hinter dem Henglihang geflogen, wo er sich in letzter Zeit gerne aufhält. Wir konnten ihn dort nicht mehr sehen und wussten entsprechend nicht, wo genau sein Schlafplatz war und wie gut Wildi vor der Witterung geschützt war. Er verbrachte dort die Nacht, wie wir durch seine GSP-Daten wussten.
Als dann um ungefähr 8 Uhr in der Früh Wildi heute über dem Henglihang auftauchte, landete und sich putzmunter den Bauch vollschlug, konnten wir endlich aufatmen.