30 Bartgeier ausgeflogen
In der diesjährigen Brutsaison sind in der Schweiz 30 Junggeier ausgeflogen. Davon stammen 29 aus Wildbruten, ein Jungtier wurde ausgewildert. Damit summiert sich die Zahl der seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts im Jahr 1991 in der Schweiz ausgeflogenen Junggeier auf knapp 300. Rund 80 Prozent davon stammen aus Wildbruten.
Ein neuer Rekord
Das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers kann für das Jahr 2026 mit 72 Wildbruten einen neuen Rekord vermelden. Am erfolgreichsten waren die Bartgeier mit 29 Wildbruten in der Schweiz, gefolgt von Frankreich, Italien und Österreich, in denen es 18, 17 beziehungsweise acht Wildbruten gab.
Auswilderungen bleiben wichtig
In den Schweizer Alpen sind seit Beginn des Projekts im Jahr 1991 insgesamt 299 Junggeier ausgeflogen. Davon stammen 242 Tieren aus Wildbruten und 57 aus Auswilderungen. Dies verdeutlicht, dass die Auswilderungen zahlenmässig mittlerweile weniger zum wachsenden Bestand beitragen. Dennoch bleiben sie wichtig, da die Risiken von Inzucht zunehmen. Daher werden weiterhin junge Bartgeier ausgewildert, die zur genetischen Vielfalt des noch kleinen Bestandes beitragen.
Hotspots in Graubünden und im Wallis
In der Schweiz ist die Bartgeierdichte bisher in Graubünden und im Wallis am höchsten. In diesen beiden Kantonen sind dieses Jahr achtzehn beziehungsweise sieben Jungtiere ausgeflogen. Auch im Kanton Bern waren zwei Brutpaare erfolgreich, während in den Kantonen St. Gallen und Tessin je ein Paar einen Jungvogel aufziehen konnte.
Bartgeierzähltage vom 10.-18. Oktober
Wiederum organisieren wir die jährliche Zählung der in der Schweiz lebenden Bartgeier. Freiwillige sind eingeladen, bei dieser Aktion mitzuhelfen.>>