Rückkehr von Lepontino II erfolgreich

Drei Wochen ist es nun her, seit wir den genesenen Lepontino II fliegen lassen konnten. Der Jungvogel ist sehr gut unterwegs und findet sich in der freien Wildbahn problemlos wieder zurecht.

Es st keineswegs selbstverständlich, dass dies so ist. Denn der Gesundheitszustand des Jungvogels war im April sehr schlecht und es bedurfte fünf Monate Pflege im Natur- und Tierpark Goldau, bis wir seine Freilassung im Linthtal wagen konnten. Die Freilassung verlief zwar gut, dennoch bestand die Gefahr, dass wir Lepontino II ein zweites Mal würden einfangen müssen, sollte er wieder in Schwierigkeiten geraten.

Angespannte Tage nach der Freilassung

Deshalb überwachten wir die Daten seines Sender sehr intensiv und waren während der ersten Zeit nach der Freilassung noch sehr angespannt. Während vier Tagen war der junge Bartgeier sehr kleinräumig im hinteren Linthal unterwegs und flog nur kurze Strecken.

Zurück in die alte Heimat

Doch am fünften Tag konnten wir uns zum ersten Mal etwas entspannen: In rund drei Stunden flog Lepontino II vom Linthtal bis in die Greinaebene und noch am gleichen Tag weiter in das Gebiet im Tessin, wo er 2025 ausgeflogen war.

Fürs Erste blieb der Junggeier in seiner vertrauten Umgebung. Während dieser Zeit gelang es unserem Regionalkoordinator fürs Tessin, Patrick Scimé, Lepontino II und seine Eltern zu beobachten. Dabei sind einige Bilder (siehe Bildergalerie) und Filmaufnahmen geglückt, die Lepontino II im Flug und sitzend bei einer Gruppe Gänsegeiern zeigen (siehe Filmsequenzen unten).

Zur unserer weiteren Erleichterung weitet Lepontino II aktuell seine Streifzüge kontinuierlich aus und besucht die verschiedenen Talschaften im Tessin und im Südbünden. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass Lepontino II bereit ist für die nächste Bewährungsprobe, wenn die Wetterverhältnisse schlechter werden und der Winter Einzug hält.

Herzlichen Dank

Die Rückkehr Lepontinos war nur möglich dank des gemeinsamen Einsatzes des Natur- und Tierparks Goldau, der Glarner Wildhut und freiwilliger Helfer:innen sowie den Gotten und Göttis, die uns bei dieser Aktion finanziell unterstützt haben. 
Herzlichen Dank dafür!