Wildi spielt mit Kolkraben

Die Kolkraben am Henglihang sind meist die ersten, die das ausgelegte Futter entdecken und sich daran gütlich tun. Dabei nehmen sie kleinere Fleischstücke gerne einfach mit und verteilen sie am Hang. Später kann man andere Vogelarten dabei beobachten, wie sie diese Stücke finden und fressen. Kolkraben (Corvus corax) sind zwar Allesfresser, tragen aber wie Geier auch einen grossen Anteil zur Beseitigung von Aas bei. Die grössten Singvögel der Schweiz sind ausserdem Flugkünstler: sie können über weite Strecken gleiten und ohne jeglichen Flügelschlag in Aufwinden gleiten. Immer wieder kann man Kolkraben paarweise im Frühjahr hoch in der Luft fliegen sehen, wie sie ihre Flügel halb schliessen, sich seitwärts abrollen und im Sturzflug schnell an Höhe verlieren. Dabei können sie sogar kurze Strecken mit dem Rücken nach unten fliegen. 
Heute hat Wildi, nachdem er am Hang gefressen hat, sich in die Höhe geschraubt und ist einem Kolkraben nachgejagt. Dieser drehte das Spiel schnell um und verfolgte seinerseits Wildi. Dieses Hin und her ging mehrere Minuten. Dabei konnte Wildi, wie auch schon mit den Alpendohlen, seine Flugfähigkeiten zeigen und noch weiter festigen. Anschliessend flog der junge Bartgeier wieder Richtung Huetstock und Widderfeld Stock. 


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