Wachtel am Henglihang
In den letzten Tagen konnte wiederholt ein blubbernder Vogelruf «büt bül-üt» am ganzen Henglihang vernommen werden (siehe Tonaufnahme im Video). Dieser Ruf der Wachtel (Cotunix coturnix) kann noch aus einer Entfernung von ein bis zwei Kilometern gehört werden. Zusätzlich ist sie perfekt getarnt und kann so in der Vegetation leicht verschwinden. Die amselgrossen Vögel haben eine beigebraune Färbung mit einer dunkelbraunen Musterung auf der Brust, Kopf und Oberseite. Ihre Flanken und Oberseite zieren schmale weissliche Längsstreifen. Aufgrund der guten Tarnung ist es daher deutlich wahrscheinlicher sie zu hören als sie zu sehen. Auch bei Gefahr laufen die Vögel eher schnell davon, als aufzufliegen. Auch wenn man sie so kaum fliegend sieht, ziehen sie sogar bis nach Afrika, um dort zu überwintern.
Die wärmeliebende Art ernährt sich vorwiegend von Getreidekörnern, Samen und Insekten, die reichlich am Henglihang vorhanden sind. Nach einer ersten Brut in Gebieten mit genügend Niederschlägen ziehen die Vögel weiter nördlich, um erneut zu brüten. Ihre Eier legen Wachteln in eine flache Bodenmulde in offenen Agrarlandschaften und auf brachliegenden Wiesen.
Auf Ornitho.ch sind für die Melchsee-Frutt nur eine Meldung aus dem Jahr 2016 und zwei Meldungen aus dem Jahr 2025 für Wachtel einzusehen. Seit dem 20. Juni 2026 sind mindestens acht Meldungen für den kleinsten Hühnervogel Europas eingegangen. Zum ersten Mal konnte die Wachtel auch vom Infostand aus, gehört werden. Wildi konnte dafür nur kurz und morgens beobachtet werden, anschliessend war er ausser Sicht unterwegs.
Mehr Informationen zur Wachtel und anderen Arten finden sich bei der Schweizerischen Vogelwarte.