GPS-Sender
Dank des kleinen GPS-Senders, den Wildi auf dem Rücken trägt, können wir auch dann noch feststellen, wo er sich gerade befindet und ob es ihm gut geht, wenn er aus unserem Blickfeld verschwindet. Auch die anderen ausgewilderten Bartgeier, wie etwa Paradiso, tragen einen solchen Sender (siehe Bild). Der GPS-Sender ist mit zwei Schlaufen um die Hüfte der Bartgeier wie ein Rucksack befestigt und wird mit Solarenergie versorgt. Regelmässig schicken die Bartgeier GPS-Daten über das Handynetz.
Paradiso haben wir am Sonntagmorgen das letzte Mal gesehen. Heute Nachmittag tauchte er plötzlich wieder im Henglihang auf. Die GPS-Daten verraten uns, dass er am Sonntag innerhalb von fünf Stunden ins Goms im Wallis geflogen ist und am Montag über Saas-Fee in die Aletsch-Region flog. Heute um 12:15 Uhr war er noch beim Aletschgletscher und um 14:15 Uhr tauchte er wieder am Henglihang auf. Seit Sonntagmorgen ist Paradiso somit mehr als 360 Kilometer geflogen. In derselben Zeit flog Wildi nur rund 20 Kilometer. Doch auch die Daten von Wildi zeigen, dass er den Henglihang verlassen hat, um bis zum Rotsandnollen zu fliegen und dann wieder in den Henglihang zurückzukehren.