Gänsegeier beim Fressen

Bereits am Morgen überflogen mehrere Gänsegeier den Henglihang, einer von ihnen landete sogar in den Felsen. Das für Wildi ausgelegte Futter schien sie jedoch nicht zu interessieren. Doch kurz darauf änderte sich das: Die Kolkraben riefen laut, ein Fuchs schlich um das Futter und plötzlich landete der erste Gänsegeier. Ihm folgten innerhalb sehr kurzer Zeit 13 weitere. Gänsegeier beobachten sehr genau, was andere Aasfresser und Artgenossen machen. Sobald einer landet, lohnt es sich für einen Gänsegeier, an diesen Ort zu fliegen – vielleicht gibt es einen Kadaver. Im Henglihang fanden sie jedoch nur einige Stücke Futter mit Fleisch, Knochen und Haaren, um die sie sich stritten und von denen sie das Fleisch frassen. Knochen können Gänsegeier nicht schlucken oder verdauen. Nach einiger Zeit flogen alle Gänsegeier wieder weiter, kreisten in der Thermik hoch und verschwanden aus unserem Sichtfeld. Wildi sass weiter entfernt in den Felsen, flog aber gemeinsam mit den letzten zwei Gänsegeiern in den Aufwinden. Gegen Abend flog er zu dem Futterplatz, wo die Knochen noch lagen, und frass diese.