Bartgeier und Hummel

Wildi hat in den vergangenen Tagen schon viele Erkundungsflüge unternommen und ist einige Kilometer dabei geflogen. Je häufiger er sein Fliegen trainiert, umso geübter wird er darin lange Strecken ohne Flügelschlag zu fliegen. Aber nicht nur das hilft beim Stundenlangen segeln, sondern auch die generelle Anpassung der Bartgeier an diesen Gleitflug mit ihrem geringen Gewicht und grossen Flügelspannweite trägt zum anhaltenden Flug bei. Nicht alle Bewohnerinnen des Henglihangs sind so gut an das Fliegen angepasst. Bei Hummeln fragt man sich manchmal, wie es denn sein kann, dass sie überhaupt fliegen können mit ihrem scheinbar grossen Gewicht im Verhältnis zu den kleinen Flügeln. Und in der Tat haben sie mit einer relativ grossen Flächenbelastung im Gegensatz zu anderen Insekten zu kämpfen. Als Flächenbelastung ist hierbei das Gewicht der Hummel bezogen auf die tragende Fläche der Flügel gemeint. Die gelb-schwarzen Insekten müssen daher mit einer hohen Flügelfrequenz arbeiten, um die nötigen Auftriebskräfte zu erzeugen. Daher schlagen sie im Durchschnitt 130-mal pro Sekunde mit den Flügeln! Dafür ist der grössere Vorderflügel am kleineren Hinterflügel über einen Haken-Ösen-Mechanismus verkoppelt. Ein Bartgeier dagegen kommt mehrere Stunden ohne jeglichen Flügelschlag aus. Zusätzlich kann die Hummel Pollenpakete an ihren Beinen transportieren, die bis zur Hälfte ihres eigenen Körpergewichts aufweisen. Auch da setzen Bartgeier lieber auf Leichtigkeit: trockene Knochen. 

 

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