Alpensteinbock
Wildi fliegt jetzt seit fünf Tagen und er legt am Hang immer weitere Strecken zurück. Dabei lernt er natürlich seine Umgebung kennen und begegnet anderen Tiere die den Hang bewohnen.
Der Alpensteinbock besiedelt in den Alpen die Regionen von der Waldgrenze an aufwärts bis in die höchsten Lagen. Die Steinböcke welche momentan immer wieder am Henglihang und in der Webcam zu beobachten sind tragen stellenweise noch das graubraune Winterhaar, hauptsächlich aber das im Sommer deutlich kürzer und gelblich-braun graue Haar. Beim Alpensteinbock tragen beide Geschlechter Hörner, wobei die der Böcke mit bis ca. 100cm dreifach so lang sind, wie die ca. 30cm langen Hörner der Geissen. Die männlichen Tiere, die Steinböcke, sind häufig in „Bock“-Gruppen unterwegs. Diese bestehen aus den mittelalten Böcken. Ältere Männchen separieren sich oft und daher trifft man sie mit etwas Glück auch alleine an (siehe Titelbild). Die Geissen schliessen sich in Gruppen mit anderen Geissen und einjährigen bis dreijährigen Jungtieren zusammen (siehe Video und Foto). Mitte Juni erwarten die Tiere dann nach einer sechsmonatigen Tragezeit ihren neuen Nachwuchs. Geissen sind in der Regel mit zweieinhalb Jahren geschlechtsreich, Böcke ab dem dritten Lebensjahr. Im November beginnt die Brunft und reicht bis in den Januar. In dieser Zeitspanne bildet der Alpensteinbock gemischte Rudeln, die meist aus einem älteren Bock, jüngeren Böcken, Geissen und Jungtieren bestehen.
Während Wildi in der Nacht an einem Ort bleibt und meist schläft, zieht Steinwild am Hang weiter umher (siehe Foto).